Montag, 27. März 2017

internationale Hochzeit - Teil 3 - Explosionsbox für das Brautpaar

Und weil ich neben all der Deko und Orga für diese Hochzeit noch nicht
genug zu tun hatte, haben ein paar Leute vom ebenfalls eingeladenen Gemeindekirchenvorstand „beschlossen“, dass ich 1. mit der versammelten Festgemeinde zu singen habe (das passte nicht wirklich und geriet
daher etwas spärlich) und 2. für das gemeinsame Geldgeschenk der
geladenen Gemeindemitglieder eine besondere Karte bauen soll. Das
mache ich ja immer gerne.

Ich entschied mich mal wieder für eine Explo-Box, weil die einfach
repräsentativ ist, sich jedem Motto anpassen lässt und viel Platz für
Unterschriften bietet.


Außen war die Box farblich an die Deko der Hochzeit angepasst,
also zart, rosa-bordeaux, mit Papierspitze ...


... und Organzaband.


Innen gabs eine Vorschau auf die Hochzeitsreise: einsames Häuschen
mit Herz an der Tür, 2 Palmen, Liegestühle am Strand. Es ging
nach Teneriffa …


Und wie immer habe ich mich mit Vergnügen im Detail ausgetobt. An
Land gabs gelben Karton als Boden, gewischt mit Kringeln für etwas
Struktur, darauf die winzigen Blümchen, die eigentlich auf den
Give aways bei der Feier landen sollten.


Für die Palmen habe ich getrickst. Man kann Papierrosen selbst machen,
wenn man einen größeren Kreis zur Schnecke schneidet und die dann
von außen nach innen aufrollt. Die Blüte wird am Ende auf die Mitte
geklebt und sieht sehr schön plastisch aus. Davon habe ich hier ganz
viele in unterschiedlichen Größen gemacht und sie zu Palmenstämmen
aufeinander gestapelt. Heißkleber macht ALLES möglich …
Die Blätter der Palmen sind aus diversen Grüntönen ausgestanzte
Zweige, die ich einfach in Massen oben in die Palme reingeklebt habe.


Diese zwei Miniliegestühle haben mich sehr begeistert. Noch mehr aber
das Pack mit Stickern mit Strandaccessoires, die hier überall zu sehen
sind. Da fehlt wirklich nichts!


Das Meer ist aus blauem Fotokarton und lässt sich jeweils aufklappen.
Bei der einen Seite wurde die Gratulation reingeschrieben, in der
anderen von allen Beteiligten unterschrieben.


Das Geld steckte dann in einem Umschlag in der doppelten Wand
der einen Palme.


Die Reaktion des Brautpaares habe ich leider nicht gesehen,
aber die Schenker waren sehr zufrieden.

Sonntag, 26. März 2017

internationale Hochzeit - Teil 2 - zauberhafte Tischdekoration

Bei der Tischdeko für die Hochzeit einer Freundin hatte ich so richtig mein
Vergnügen (bis auf den Zeitdruck vorher, der durch akutes 3-tägiges
„ich habe Rücken“ zurüchzuführen war …).

Die Einladung hatten sie im Internet in Druck gegeben. Zu sehen war ein
klassischer Fotonegativstreifen mit Bildern vom Brautpaar drauf. Und weil
der Braut nichts anderes als Motto einfiel, wurde daraus eine ziemlich abgefahrene und ganz zauberhafte Tischdeko-Idee. Ein paar Telefonate
und nur eine Woche Wartezeit später bekam ich eine große Kiste von
CEWE-Color aus OL von einer unglaublich lieben Mitarbeiterin, der meine
Idee so gefiel, dass sie sich richtig ins Zeug gelegt hat. Was ich mir von ihr
gewünscht hatte, waren leere Filmhülsen von klassischen Negativstreifen.
70(!) Stück hat sie mir geschickt. Und dazu einen ganzen Haufen von den Endschnipseln, die abgeschnitten werden, bevor der eigentliche Film in die Entwicklungsmaschine eingespannt wird. Daaaaanke nochmal!

Daraus wurden dann die Namensschilder, auf denen ich im Schweiße meines Angesichts die deutschen bzw. chinesischen Namen untergebracht habe –
nervös war ich deshalb, weil bei den chinesischen Schildern die Namen in
beiden Schreibweisen drauf sein sollten. Ich kann aber kein Chinesisch, und
darum war die Fehlergefahr so hoch.


Die Filmspulen bekamen eine schlichte schwarze Bauchbinde, darauf
einen Kreis mit den Namen des Brautpaars und dem Datum. Und in den
Schlitz habe ich den Namensstreifen eingeklebt.
So sah das Ergebnis dann aus: ein eingedeckter Platz am Kaffeetisch:


Die meiste Vorarbeit für den Blumenschmuck hat die kleine Schwester der
Braut geleistet. Die wollte nämlich unbedingt helfen und bekam darum die
Aufgabe, diese zarten Papierblüten zu falten und ineinander zu kleben.
Immer eine weiße oder rosane Blüte sitzt auf einer eeeetwas größeren,
zart grün schimmernden Blüte. In der Mitte sitzt eine winzige Klebeperle.


Und davon hat sie sooo viele gemacht, dass die wirklich überall waren –
in den kleinen Sträußen, auf den Tischen, im ganzen Raum auf den Fenster-
brettern, sogar am Buffet. Hier – neben dem schlichten Teelichtglas mit
einer kleinen Stumpenkerze – sieht man etwas besser das „Untendrunter“. 


Große grüne Pailletten wurden an papierumhülltem Draht befestigt und
dann mit Heißkleber unter die meisten Blüten geklebt. Der Draht blieb
entweder lang, damit man die Blüte in die Blumengläser stecken konnte,
oder wurden um den Finger gedreht und auf die Tische gestellt oder gelegt.


Als Streuteile gab es also überall: die Filmabschnitte, die Papierblüten,
rote Herzgummibären und eine großzügige Mischung aus diversen
passenden Zuckerstreuseln.


Für den Blumenschmuck habe ich bei der Hochzeit meines Neffen geklaut.
Ich habe ganz viele Gläser und Gläschen besorgt. Daraus entstanden
auf den Tischen 12 Blumeninseln aus je 5 verschiedenen Gläsern, klein
und groß, dick und dünn, Marmeladen-, Sektgläser, Sirupflaschen zum Selbsteinkochen. Was die Schränke und Keller von mir und der Brautmutter
so hergaben. Ein paar habe ich auch dazu gekauft. 



An jedem Glas war in weiß, grau, rosa oder zartgrün eine Spitze, ein
Schleifenband, Washitape oder Bast befestigt. Und in all diesen Gläsern
steckte schlicht und einfach Schleierkraut. Dazu bei jeder Blumeninsel
irgendwo 1 weiße Ranunkel und 1 rosane Hyazinthe oder orangene Rose.
Sonst nischt. Halt, die Papierblumen natürlich. Das Ergebnis war ganz
filigran und zauberhaft. Hier einfach Impressionen:








Nach dem Abbauen am nächsten Tag, wo keiner mehr nach den Blumen
gefragt hat, habe ich einfach eine große Kiste voll gemacht und zu
Hause neu in einigen Gläsern arrangiert. Wir haben diese Gläschen
im ganzen Haus verteilt.



Da sich Schleierkraut ewig hält, konnte ich mich noch eine ganze
Weile an der niedlichen Pracht erfreuen.

Samstag, 25. März 2017

internationale Hochzeit - Teil 1 - der Gottesdienst

Hinterher frage ich mich manchmal, welcher Teufel mich da wieder
geritten hat. Aber ich schenke doch so gerne. Und was könnte ich
besseres schenken, als das, was ich besonders gut kann? Eine junge
Freundin aus der Gemeinde hat ihren fest in Deutschland lebenden
chinesischen Freund geheiratet – und ich habe das Anfertigen der Deko
geschenkt. Farbschema absprechen, Aufgaben abstecken, gesammeltes
Wissen übers Heiraten verspritzen. So weit, so gut.

Meine Aufgaben waren dann das Anfertigen der Liedblätter für die
Kirche, das Hochzeitsgästebuch nebst Fotoaktion dazu und das Herstellen
der Hochzeitsdeko für die Tische. Zusätzlich wurde ich herangezogen zur
Planung des Gottesdienstes, zur Bändigung der chinesischen Hochzeits-
bräuche, zur Planung der Tischordnung, zum Auf- und Abbau der Feier
und zum Setzen und Drucken der Liedblätter und der deutsch-chinesischen Tischkarten, der Gratulations-Explosionsbox vom Gemeindekirchenrat,
der musikalischen Untermalung von Gottesdienst und Feier. War das
alles? Ich glaube …

Aber der Reihe nach. Das Farbschema war klassisch bordeaux-rosa-weiß.
Die Liedblätter bekamen also ein rosa Deckblatt und ein weißes Innenleben
mit Ablauf, Liedern und Texten. Außen drauf habe ich eine wunderschöne
Stanze von Renke benutzt. Ich habe sie (150x ???) aus diversen Rosa- und
Weißtönen ausgestanzt und dann das rausgefallene Innere in jeweils eine
der andern Farben wieder eingeklebt.


Das so entstandene Medallion landete dann auf dem Liedblatt.


Der Gottesdienst war sehr spannend, weil zweisprachig. Zur
musikalischen Gestaltung gehörte dann auch, dass durch meine
Vermittlung mein einer Chor auftrat und als Überraschung fürs
Brautpaar den „Blick“ von den Wise Guys zum Besten gab.

Und am besten zeige ich hier gleich noch, was dann leider nicht auf
den Tischen stand bei der Feier, nämlich das Give away. Passenderweise
hat mich nämlich direkt in der Woche vor der Hochzeit mein Rücken
niedergestreckt. 3 Tage flach liegen, nix geht mehr. Jeden Tag habe
ich im Kopf noch irgendwas gestrichen. Dem fiel dann auch diese
Dubble-Slider-Box mit Küsschen zum Opfer.



Auch große Filmstreifen aus Papier mit Fotos aus dem leben der beiden
fielen dadurch flach. Die muss ich jetzt irgendwie anders verarbeiten.
Der Tisch war aber mit der "restlichen" Deko schon voll genug. Mehr
im nächsten Beitrag ...
 

Mittwoch, 15. März 2017

Schüttelkarten für Babys

Eigentlich ist meine Schwiegermutter dran „schuld“, dass ich mich 
endlich auch mal an Schüttelkarten gemacht habe. Sie brauchte 
eine Babykarte. Im Grunde kann man diese Karten für Geburt, 
Taufe und andere Babyanlässe benutzen. Darum habe ich auch 
keinen Text angebracht.


In Bastlerkreisen heißt es, dass man die Folie mit Glasreiniger abwischt, 
damit sie sich nicht statisch auflädt. Bei mir hat das leider nicht 
funktioniert. Der feine Flitter klebt trotzdem dran. Aber die größeren 
Teile bewegen sich fleißig, und der Elefant mit Ballon ist außen auf die 
Folie geklebt.


Ich habe einfach verschiedene Baby-taugliche Farben 
Ton in Ton kombiniert.



 Allerdings finde ich hellblau und noch mehr rosa eigentlich furchtbar. 
Warum sollen Babys keine kräftigen Farben tragen und bekommen??? 
Auch grün, türkis und orange sind fröhlich und durchaus passend.


Für die Ballonschnüre habe ich die (neue) faule Variante gewählt. Ich 
habe das schwarze Papier auf doppelseitige Folie geklebt und dann 
erst ausgestanzt.